Der Wanderer und der Stein

von Alexandra Wimmer / Geschichten zum Wundertanken

Es war einmal ein Wanderer, der fand am Wegesrand einen Stein. Der Stein war wie ein Herz geformt und kurzerhand steckte er ihn in die Hosentasche.
"Der Stein ist schwer", dachte er nach einer Weile. "Er drückt mich beim Gehen. Er fühlt sich kalt an. Ach, hätte ich ihn doch nie gefunden!"

Als er ein Stück gewandert war, fiel ihm auf, dass der Stein verschwunden war. Er entdeckte, dass seine Hosentasche ein Loch hatte, durch das musste der Stein gerutscht sein. Da tat es ihm mit einem Mal leid, den Stein nicht mehr zu haben.

"War das ein schöner Stein", dachte er. "Er war einzigartig! Wie konnte ich so etwas Kostbares nur verlieren?"

Ging es Ihnen schon einmal so ähnlich wie dem Wanderer mit dem Stein? Haben Sie schon einmal etwas verloren und es erst dann zu schätzen gewusst? Einen Beziehungspartner? Eine Arbeit? Einen Freund? Einen Gegenstand?

Wie glücklich könnten wir sein, würden wir die Dinge bereits schätzen, während wir sie „besitzen“, wir sie in unserem Leben haben.

Wofür können Sie dankbar sein?
Denken Sie an:

  • Sich selbst (Gesundheit, Aussehen, Fähigkeiten, Stärken, Erfolge, …)
  • Ihre Familie (Gesundheit, Hilfe, schöne Erlebnisse, Zusammenhalt, …)
  • Ihre Freunde (glückliche Momente, Zusammenhalt, …)
  • Ihre Wohnsituation
  • Ihre Arbeit (Kollegen, Chef, Gehalt, …)
  • Ihren Wohlstand (Bücher, Auto, Computer, …)
  • Ihre Hobbys
  • Alles, das Ihnen sonst noch einfällt.

Zählen Sie so viel wie möglich auf, am besten jeden Tag!
Starten Sie in den Tag mit Gedanken darüber, wofür Sie dankbar sind
(z. B. beim Zähneputzen) und
beenden Sie jeden Tag damit
(z. B. beim Einschlafen).

Achten Sie darauf, was sich dadurch positiv verändert.
Denn Dankbarkeit ist eine Kraft, die Wunder schafft!

>> zurück zur Übersicht >>